3
Sep
2012

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble möchte mit einem neuen Gesetz Hochfrequenzhändler an der Börse ausbremsen, denn diese geben mit extrem schnellen Computern und komplexen Rechenmodellen am Markt immer mehr den Takt vor. Im Bruchteil von Sekunden erzielen sie so fantastische Deals – oder bringen ganze Börsen ins Wanken.
schaeuble
Wie im Mai 2010. In wenigen Minuten war der Dow Jones um 1000 Punkte gefallen hatte sich aber dann genauso schnell wieder erholt.
Die Hochfrequenzhändler werden verdächtigt, solche Blitzcrashs zwar nicht ausgelöst, aber mit ihren beträchtlichen großen Order-Größen verstärkt zu haben.

Vorsprung der Maschinen

Und in der Tat: Der technologische Vorsprung der Maschinen ist frappierend. So bestimmen die Computer innerhalb von Milliardstelsekunden, ob sie bestimmte Aktien kaufen oder verkaufen wollen. Sie vergleichen die Kurse an unterschiedlichen Handelsplätzen und nutzen dann minimale Preisunterschiede aus.

Das funktioniert umso besser, je kürzer die Kabel zwischen den Maschinen und den Rechenzentren der Börsenbetreiber sind. Der normale Privatanleger bleibt dabei außen vor. Anleger könnten finanzielle Einbußen erleiden, weil Fonds durch Hochfrequenzhändler Nachteile hätten – etwa dann, wenn ihre Aktienfonds am Markt zu teuer einkaufen, weil die Computer ihre Aufträge entdeckt und vor ihnen zugeschlagen haben. Der Prozent-Anteil von Hochfrequenzhändler beträgt in den USA 70 Prozent und in Deutschland etwa 40 Prozent, deshalb legte Wolfgang Schäuble im Juli einen Gesetzentwurf zum Thema vor. Demnach müssen die im Hochfrequenzhandel tätigen Firmen ihre Systeme künftig so ausgestalten, dass Störungen des Marktes unterbleiben. Bestraft werden sollen die "nicht auf einen Geschäftsabschluss gerichtete Handelsaktivitäten, die das Funktionieren der Handelssysteme stören oder verzögern oder andere Handelsteilnehmer täuschen.

Die Deutsche Börse indes weist selbst darauf hin, dass sie einige der bislang diskutierten Maßnahmen zur Bändigung des Hochfrequenzhandels schon umgesetzt hätte. So können an der Deutschen Börse zum Beispiel pro Leitung maximal 150 Aufträge pro Sekunde ins System geschickt werden. Und "wer zu viele Orders aufgibt, bei denen es nicht zu Handelsabschlüssen kommt, zahlt ein erhöhtes Entgelt", sagte Unternehmenssprecher Andreas von Brevern.

Zudem gebe es sogar eine Notbremse: "Im Extremfall kann ein Handelsteilnehmer per Knopfdruck komplett abgeschaltet werden.
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